Tesla – die Zukunft der Elektroautos

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Tesla
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Das US-amerikanische Unternehmen Tesla fasziniert seit seiner Gründung im Jahr 2003 eine immer breitere Masse. Innovative Fahrzeugkonzepte, neue Denkansätze und spektakuläre Börsenerfolge sind nur einige Meilensteine auf dem Weg der Firma, die auch dank ihrem CEO Elon Musk dauerhaft in den Medien stattfindet.

 

Wie wurde aus Tesla ein so innovatives Unternehmen?

Nicht immer war Tesla so erfolgreich wie im Moment. Im Gegenteil: bereits mehrfach stand das Unternehmen vor dem Aus. So drohte im Jahr 2008 erstmals der Konkurs der Firma. Nur wenige Jahre nach dem Börsengang in 2010 stand die Zukunft des Unternehmens aus dem kalifornischen Palo Alto schon wieder auf dem Spiel. Niemand Geringeres als der Silicon Valley Nachbar Google beabsichtigte, für 6 Milliarden Dollar zuzuschlagen. Aber auch daraus wurde bekanntlich nichts. Stattdessen wächst Tesla stetig, und arbeitet konsequent an steigenden Absatzzahlen und besserer Qualität seiner Produkte. All das hat vor allen Dingen den Börsenwert beflügelt. Mit kurzen Tweets auf der Nachrichtenplattform Twitter schafft es Tesla-Boss Elon Musk immer wieder für Furore zu sorgen. Mittlerweile übersteigt der Wert der Unternehmung den der meisten anderen Automobauer um ein Vielfaches.

 

Hat Tesla die besten E-Autos?

Eine Frau mit dem Elektroauto
© GettyImages / SimonSkafar

Diese Frage lässt sich nur schwer beantworten. Auf jeden Fall hat man dort schon früh erkannt, dass der klassische Verbrennungsmotor eine immer ungewissere Zukunft hat. Demzufolge ist die Entwicklung im Bereich der Lithium-Ionen-Antriebe sehr weit vorangeschritten. Schon 2008 kam mit dem ersten Tesla Roadster ein rein elektrisch betriebener Sportwagen auf den Markt. 340 Kilometer Gesamtreichweite und ein Beschleunigungswert von 0 auf 100 in knapp vier Sekunden waren schon damals sehr eindrückliche Eckdaten. Dabei ist das Konzept rein elektrisch betriebener Autos (BEV) alles andere als neu. Schon zu Beginn des 20ten Jahrhunderts gab es erste Gehversuche. Das unnachgiebige Festhalten an dieser Technologie hat dafür gesorgt, dass die Amerikaner mittlerweile viele Modelle mit ausgereifter Technik im Portfolio haben. Dazu kommt der erklärte Ansatz, bei der Software die Marktführerschaft durch eigene Ideen zu erreichen. Dazu gehört auch das Vorantreiben des automatisierten Fahrens.

 

Welche Modelle bietet Tesla an?

Neben dem schon erwähnten Tesla Roadster – der als eine Art Fingerübung gesehen werden kann – sind aktuell insgesamt vier verschiedene Modelle erhältlich. Weitere vier Fahrzeuge befinden sich in der Entwicklung.

 

Model S

Den Anfang macht die Oberklasse Limousine Tesla Model S. Unter dem Codenamen „WhiteStar“ wurde sie bis zu ihrer Vorstellung im Jahr 2012 als rein strombetriebenes Elektrofahrzeug entwickelt. Seitdem ist sie in unterschiedlichen kWh-Stärken und Versionen dauerhaft im Angebot. Dabei ist das „älteste“ Volumenmodell in steter Weiterentwicklung begriffen. In seiner stärksten Ausbaustufe als Model S Performance kratzt es verdächtig nahe an der Grenze zur vierstelligen PS Zahl und beschleunigt trotz seiner über zwei Tonnen Leergewicht mit Sportwagentempo.

 

Model X

Das Tesla Model X ist seit 2015 bestellbar und deckt als Crossover aus Limousine, SUV und Van gleich mehrere Kundenbedürfnisse ab. Gibt es beim Antrieb viele Gemeinsamkeiten zum Tesla Model S, so sind Karosserie und Platzverhältnisse klassenbedingt deutlich ausladender. So gibt es auf Wunsch eine dritte Sitzreihe oder 745 Liter Kofferraumvolumen. Eine Besonderheit des Modells sind die sich nach oben hin öffnenden Türen. Tesla gibt ihnen den Namen „Falcon Wings“ und begründet ihre Verwendung unter anderem damit, dass ein Aussteigen aus engen Parklücken damit deutlich einfacher gelingt.

 

Model 3

Mit dem Tesla Model 3 zielen die Amerikaner direkt auf eine noch größere Käuferschaft ab. Das Elektroauto soll massentauglich und für alle Schichten erschwinglich werden. Das Mittelklassemodell ist 28 Zentimeter kürzer als ein Tesla Model S und wird seit 2017 als Konkurrent zu etablierten Autos wie dem BMW 3er oder der Mercedes-Benz C-Klasse positioniert. Ein Novum sind die gezielt neu ausgerichtete Anordnung von Instrumenten und Bedienelementen im Interieur und Reichweiten von bis zu 530 Kilometer nach WTLP im Long Range Performance Modell.

 

Neben diesen Fahrzeugen steht Tesla kurz vor der Vorstellung des Tesla Model Y (SUV-Variante des Tesla Model 3). Noch etwas weiter entfernt, aber bereits im Rahmen pompöser Events vorgestellt, sind ein neuer Tesla Roadster mit wahnwitzigen Beschleunigungswerten und einer Reichweite von bis zu 1.000 Kilometern, und ein für den Nutzfahrzeug optimierter Sattelzug namens Tesla Semi. Für viel Furore sorgte außerdem die, von Elon Musk persönlich abgehaltene ,Vorstellung des Tesla Cybertruck. Der Pickup Truck polarisiert mit völlig eigenständigem Auftritt und soll ab Ende 2021 in die Produktion gehen.

 

Allen Modellen gemein ist ein voll auf Digitalität ausgerichtetes Innenleben. Anstatt klassischer Rundinstrumente in der Mittelkonsole oder auf dem Armaturenträger gibt es bei den Amerikanern große Touchdisplays und scharfe Bildschirme zur Anzeige und Bedienung aller wichtigen Funktionen und Parameter. Umfangreiche Kamera- und Sensorsysteme sind untereinander vernetzt und tauschen sich über das Internet aus um ihre Schwarmintelligenz zu verbessern. Updates werden „Over the Air“ eingespielt. Dazu ist es meistens nicht einmal mehr nötig, eine Werkstatt anzufahren. In den USA können Teslas zudem bereits heute viele Abschnitte autonom befahren.

 

Wie und wo kann man seinen Tesla laden?

Parallel zur Fahrzeugentwicklung hat Tesla auch sein Netz an Stromtankstellen („Supercharger“) ausgebaut. Zeitweise haben Kunden ihre Autos hier völlig umsonst betanken können. Ganz grundsätzlich können die Fahrzeuge aber natürlich an praktisch jeder Ladesäule mit neuer Energie versorgt werden. Dabei kommen entweder Drehstrom/Wechselstrom oder Gleichstrom zur Abwendung. Nötig ist nur der Typ-2 Port an der Säule. Die Ladezeiten sind unterschiedlich und hängen vom Modell und von der gewünschten Menge an Strom ab. Grundsätzlich lässt sich der Lithium-Ionen-Akku aber in ca. 30 bis 60 Minuten auf eine Kapazität von ca. 80 Prozent wieder aufladen.

Tesla
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Wo liegen die Kosten für einen Tesla?

Aktuell liegt der Basispreis für ein Tesla Model 3 bei 35.000 Euro. Ein Tesla Model S schlägt mit mindestens 87.000 Euro zu Buche. Die performanten Versionen mit mehreren Motoren lassen die Neuwagenpreise natürlich schnell in die Höhe schießen. Dabei gilt es zu beachten, dass es für strombetriebene Kraftfahrzeuge diverse staatliche Förderungsprogramme gibt. Natürlich bieten Händler auch Leasing- oder Finanzierungsangebote für die Stromer von Tesla an.

 

Lohnt sich ein Tesla für die Zukunft?

Auf jeden Fall ist der Autobauer, der sich selbst lieber oftmals lieber als Techcompany oder Mobilitätsdiensleister verstanden wissen will, weiterhin äußerst umtriebig in Sachen Entwicklung, Marktbearbeitung und Public Relations. Zudem wachsen auf der ganzen Welt weitere Gigafactorys der Firma, um noch mehr Produktionskapazitäten zu schaffen.

Tesla macht vielen Menschen einfach Spaß. Weil das Unternehmen mit dem bricht, was man von der klassischen Autombilindustrie bisher gewohnt gewesen ist. Auch andere Hersteller entwickeln ihre BEV-Flotten mit hoher Geschwindigkeit weiter. Aber nur Tesla hat es geschafft zum Inbegriff einer neuen, nachhaltigen Mobilität im Personeneinzelverkehr zu werden.

Und mit Projekten wie dem Raumfahrt- und Telekommunikationsunternehmen Space X, einer hohen Affinität zu neuen Technologien und Medien, sowie viel Charisma hat die Firma durch seinen Chief Executive Officer Elon Musk ein polarisierendes Aushängeschild.