Markenführer 2020 – VW noch immer das Maß aller Dinge

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Markenführer
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Markenführer VW führt die Autoverkäufe in Deutschland auch trotz Corona-Pandemie weiterhin an. Doch auch Tesla kann auf dem deutschen Automarkt punkten und gehört zu den Gewinnern des Verkaufsjahres 2020.

Im Zuge der Corona-Pandemie sind die Autoverkäufe in Deutschland deutlich eingebrochen. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Absatz der Autohersteller um 19,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch wurden markenübergreifend etwas mehr als 2,9 Millionen Neuwagen zugelassen. Als eindeutiger Gewinner des Jahres 2020 geht erneut Volkswagen hervor, während Opel herbe Einbrüche zu verzeichnen hat. Der Aufsteiger des Jahres kommt allerdings nicht aus Deutschland, sondern aus den USA.

 

Markenführer: VW behält Spitzenposition

Unangefochtener Spitzenreiter in Deutschland ist und bleibt Volkswagen. Zwar sank der Absatz um 21,3 Prozent, doch konnten die Wolfsburger noch immer 525.000 Fahrzeuge verkaufen. Dies entspricht einem Marktanteil von 18 Prozent aller Neuzulassungen in Deutschland. Unter den deutschen Fabrikanten hat sich die Krise im Verkaufsjahr 2019 bei Mercedes-Benz am wenigstens ausgewirkt. Der Absatz sank im vergangenen Jahr lediglich um 10,6 Prozent, wodurch das Unternehmen immerhin noch 303.000 Neuzulassungen erzielen und somit den zweiten Platz erringen konnte.

Im Kampf um den dritten Rang der beliebtesten Automarken lieferten sich Audi und BMW lange Zeit ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen. Schlussendlich hatte BMW mit 241.000 Neuzulassungen die Nase vorn, was unter anderem auch auf den geringeren Rückgang hinsichtlich der Verkaufszahlen zurückzuführen ist. Während BMW lediglich einen Rückgang um 13,7 verzeichnen musste, waren die Auswirkungen bei Audi deutlich zu erkennen. Aufgrund eines Absatzeinbruchs von 19,9 Prozent sank die Zahl der Neuzulassungen bei Audi auf 214.000. Etwas überraschend kommt die Entwicklung im Hause Porsche. Hatten viele Experten angesichts der Krise vorausgesagt, dass die Stuttgarter 2020 herbe Verluste verzeichnen werden, lesen sich die Zahlen ein wenig anders. Zwar musste Porsche einen Rückgang von 16,3 Prozent verzeichnen, doch verkaufte der Sportwagen-Hersteller somit noch immer 26.000 Fahrzeuge.

Überraschend ist auch die Entwicklung der Neuzulassungen von Renault. Obwohl die meisten ausländischen Hersteller deutliche Rückgänge zu verzeichnen hatten, widersetzte sich französische Fabrikant diesem Trend. Der Jahresabsatz reduzierte sich 2019 nur um 4,4 Prozent, weshalb Renault mit 125.000 verkauften Fahrzeugen einen ordentlichen Wert erzielte. Ausschlaggebend für das gute Verkaufsjahr in Deutschland ist der Renault Zoe. Der kleine E-Flitzer verkaufte sich rund 30.000 Mal und trug somit erheblich zum überraschenden Erfolg Renaults bei.

 

Markenführer: Tesla als großer Sieger des Jahres 2020

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Unter den insgesamt 34 Herstellen, die im Jahr 2020 Fahrzeuge in Deutschland verkauft haben, gibt es aufgrund der Corona-Krise lediglich zwei Marken, die ihren Umsatz steigern konnten. Mit großem Vorsprung konnte Tesla den Sieg einfahren. Etwa 17.000 verkaufte Modelle in Deutschland bedeuten ein deutliches Plus von 55,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ein Grund hierfür dürfte in dem zunehmenden Umweltbewusstsein der Verbraucher und der Tatsache liegen, dass Tesla mit einem eigenen Werk in Brandenburg künftig vor Ort produzieren möchte und somit das Wohlwollen vieler Deutscher gewinnen konnte. Etwas überraschend ist der Name des zweiten Herstellers, der seine Verkaufszahlen im letzten Jahr – wenn auch nur knapp – steigern konnte. Die Verkäufe von FIAT stiegen minimal um 0,2 Prozent an. Insbesondere der Boom bei den Wohnmobilen hatte einen entscheidenden Einfluss auf diese Entwicklung. Spitzenmodell und Grund für den überraschenden Anstieg ist der FIAT Ducato, welcher unter den Wohnmobilen mit hohem Komfort zu günstigen Konditionen punkten konnte.

 

Smart führt die Verlierer an

Generell hat das letzte Jahr bis auf die beiden Ausnahmen nur Verlierer zu verzeichnen. Am deutlichsten zeigt sich der Einbruch allerdings bei Smart. Der sportliche Cityflitzer scheint die Gunst der Verbraucher mehr oder weniger komplett verloren zu haben. Anders lässt sich ein Rückgang um stattliche 67,3 Prozent wohl kaum erklären. Auch die japanischen Hersteller Suzuki und Mazda blicken auf ein schweres Geschäftsjahr in Deutschland zurück. Während die Verkaufszahlen bei Suzuki um 44,8 Prozent zurückgingen, sank der Verkauf von Mazda-Modellen ebenfalls stark um 38,1 Prozent.

Unter den deutschen Herstellern muss Opel erneut einen herben Rückschlag verkraften. Der Rüsselsheimer Hersteller kam im vergangenen Jahr auf ein Minus von 32,3 Prozent. Lediglich 146.000 Neuzulassungen konnte Opel im Jahr 2019 verzeichnen – Dennoch blickt man bei Opel nicht ganz so pessimistisch in die Zukunft, wie es anlässlich der Zahlen zu vermuten wäre. Der Grund hierfür liegt in der Tendenz während des vergangenen Jahres. Besonders im ersten Halbjahr hatte Opel große Probleme, Fahrzeuge an den Mann zu bringen. Im zweiten Halbjahr verdoppelten sich die Verkaufszahlen jedoch im Vergleich zur ersten Jahreshälfte. Entsprechend hofft man in Rüsselsheim darauf, diesen Trend auch 2021 fortsetzen zu können.

 

Alternative Antriebe immer beliebter

Unabhängig von der Marke zeigt das Verkaufsjahr 2020 zudem, dass die alternativen Antriebe in Deutschland immer beliebter werden. Der Verkauf von Hybrid-Fahrzeugen verdoppelte sich binnen zwölf Monate. Auch die umstrittenen Plug-in-Hybride konnten sich im letzten Jahr weiter etablieren. Hier verdreifachten sich die Verkaufszahlen gar, verglichen mit 2019. Erstaunlicherweise können die reinen Elektroautos mit dieser Entwicklung nicht ganz Schritt halten, selbst wenn Tesla zu den Gewinnern des Jahres zählt. Immerhin stiegen die Verkaufszahlen reiner Elektrofahrzeuge im vergangenen Jahr um etwas mehr als 200 Prozent.

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Fazit

Das Verkaufsjahr 2020 zeigt deutlich, dass längst nicht mehr alle deutschen Hersteller in der Gunst der Verbraucher stehen. Zwar konnte VW ohne Mühe seinen Spitzenplatz verteidigen, doch zeigt insbesondere der Einbruch bei Opel, dass Fahrzeuge aus dem Ausland wieder vermehrt an Bedeutung gewinnen. Da auch die Corona-Krise einen nicht unerheblichen Einfluss auf das zurückliegende Autojahr hatte, dürften die Zahlen für dieses Jahr bei vielen Herstellern mit Spannung erwartet werden.

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