Welche Arten von Motorradhelmen gibt es?

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Motorradhelm
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Motorradhelm – gesetzliche Hintergründe in Deutschland

In Deutschland müssen Motorradfahrer seit 1976 ab einer Geschwindigkeit von 20 km/h einen Motorradhelm tragen. Je nach Konstruktionsform hat der Helm einen anderen Tragekomfort und besitzt eine unterschiedlich hohe Schutzwirkung.

Motorradhelm
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Motorradfahrer sind im Falle eines Unfalls einem deutlich größeren Risiko ausgesetzt als Autofahrer. Aufgrund der fehlenden Knautschzone kommt es bei Unfällen zu wesentlich größeren Verletzungen. Der Motorradhelm ist der wichtigste Bestandteil der Schutzbekleidung. Er verhindert eine schwerwiegende Verletzung des Kopfes. Laut offiziellen Statistiken verringert sich die Sterblichkeit durch das Tragen von einem Motorradhelm um knapp 40 Prozent. Die Gefahr eines Schädel-Hirn-Traumas sinkt um bis zu 70 Prozent.

Aufgrund der höheren Verletzungsgefahr ist das Tragen von einem Motorradhelm und passender Schutzkleidung in vielen Ländern gesetzlich vorgeschrieben. Fahrer von einem motorisierten Zweirad, welches über 20 km/h schnell fährt, unterliegen der Helmpflicht in Deutschland. Seit 1976 besteht die Pflicht für Motorradfahrer, seit 1978 für Mokick- und Mopedfahrer und seit 1985 für Mofafahrer. Ab dem Dritten Quartal 1980 erhalten Fahrer bei einer Zuwiderhandlung ein Verwarnungsgeld.

Welche Arten von Motorradhelme gibt es?

Integralhelm

Der Integralhelm hat ein verschließbares Visier und eine feste Kinnpartie. Trotz eines geringen Eigengewichtes von durchschnittlich weniger als 1,5 Kilogramm sorgt der Motorradhelm für einen guten Schutz. Mittels moderner Schnellverschlüsse lassen sich die Helme mühelos verschließen und öffnen.

Klapphelm

Dieser Motorradhelm ist eine Variante des Integralhelms und bei dieser kann die Kinnpartie hochgeklappt werden. In den meisten Fällen ist das Gewicht von einem Klapphelm höher als bei einem Integralhelm. Zur gleichen Zeit ist die Schutzwirkung etwas geringer. Der Klapphelm wird hauptsächlich von Brillenträgern bevorzugt, denn er lässt sich leicht anziehen.

Motocross-Helm

Der Motorradhelm besitzt eine große Ähnlichkeit mit dem Integralhelm. Am Helm befindet sich ein Schirm und der Abstand zum Kinn ist im Vergleich zum Integralhelm größer. Der Motocross-Helm zeichnet sich durch eine hervorragende Belüftung aus und besitzt kein Visier. Stattdessen verwenden die Motorradfahrer eine Crossbrille.

Enduro-Helm

Ein Enduro-Helm ist eine besondere Variante vom Motocross-Helm und besitzt eine verbesserte Tourentauglichkeit. Der Enduro-Helm kann wahlweise mit einer Crossbrille oder mit Visier getragen werden.

Den richtigen Motorradhelm finden

Informieren Sie sich über die verschiedenen Konstruktionsarten, den jeweiligen Tragekomfort und die Schutzwirkungen. Wählen Sie anschließend eine geeignete Konstruktionsart aus. Das Visier soll den Sonneneinfluss beim Fahren minimieren. Im Handel gibt es spezielle Sonnenschutzvisiere, die Sie bei Bedarf vorklappen.

Belüftung

Achten Sie auf eine ausreichende Belüftung. Ein zu starkes Schwitzen unter dem Motorradhelm sorgt für Ablenkung und wirkt sich negativ auf die Fahrsicherheit aus. Ein Motorradhelm mit einem modernen Belüftungssystem verhindert die Bildung von Schweiß und erhöht den Komfort.

Qualität

Beim Kauf eines Motorradhelms sollten Sie auf eine hohe Qualität Wert legen. Diese erkennen Sie nicht immer an einem hohen Kaufpreis. Informieren Sie sich stattdessen über vorhandene Zertifizierungen und über die durchgeführten Sicherheitsprüfungen.

Optik

Letzten Endes sollten das Design und die Optik des Motorradhelms zu Ihren geschmacklichen Referenzen passen. Im Hinblick auf die Sichtbarkeit im Straßenverkehr ist es von Vorteil, wenn das Design so auffällig wie möglich ist.

Größe und Tragekomfort

Die meisten Motorradhelme werden im Handel in den gängigen Größen von S bis XL angeboten. Um die richtige Größe zu ermitteln, messen Sie zuerst Ihren Kopfumfang. Beim Schließen des Kinnriemens sollten mindestens 2 Fingerbreit Luft gelassen werden. Dadurch sitzt der Motorradhelm weder zu fest noch zu locker. Der Helm darf an Ihrem Kopf nicht drücken und soll sich während des Fahrens durch den Fahrtwind nicht verschieben.

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