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Zweimassenschwungräder (631 Suchergebnisse)

Ein Zweimassenschwungrad: weniger Schwingungen, mehr Fahrkomfort und Lebensdauer

Das Zweimassenschwungrad ist ein Teil des Antriebsstrangs in Fahrzeugen, das Sie in zahlreichen modernen, mit Hubkolbenmoteren angetriebenen Fahrzeugen wie Pkw, Bussen und Nutzfahrzeugen eingebaut finden. Das Wort Zweimassenschwungrad wird häufig mit den drei Großbuchstaben ZMS abgekürzt. Die Hauptfunktion eines Zweimassenschwungrades ist die Dämpfung von Schwingungen, die beim Betrieb eines Hubkolbenmotors im Antriebsstrang von Kraftfahrzeugen entstehen.

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Aufbau

Ein Zweimassenschwungrad besteht im Wesentlichen aus drei Komponenten: dem Primärschwungrad, dem Sekundärschwungrad und dem Drehschwingungsdämpfer. In den vielen Versionen von Zweimassenschwungrädern ist zusätzlich die Fahrzeugkupplung integriert. Das Primärschwungrad ist direkt dem Motor verbunden, das Sekundärschwungrad mit dem Getriebe. Die beiden Teile sind durch ein Dämpfungssystem verbunden. Dabei bildet ein gefederter Drehschwingungsdämpfer die torsionsweiche Verbindung zwischen den beiden Schwungmassen. Als Federungverwendet man besonders lange so genannte Bogenfedern, welche auftretende Schwingungen besonders gut kompensieren.

Funktionsweise

Die Schwingungsphänomene in Fahrzeugen ohne Zweimassenschwungrad werden besonders kritisch, wenn ein Motor so genannte resonanzkritische Drehzahlen überschreitet und es zu einer Überhöhung der Amplituden der Drehschwingungen kommt. Als Folge der so entstandenen Schwingungen entwickeln die Fahrzeuge in der Regel ein mehr oder weniger starkes Brummen oder sogar Heulen. Diese unerwünschten Phänomene können Sie durch Verwendung von Zweimassenschwungrädern vermeiden. Dessen Bauart ist gekennzeichnet durch die Teilung des Schwungrades in Primär- und Sekundärschwungrad, so dass zwei voneinander getrennte Massen entstehen. Dabei erhöht die Masse des Sekundärschwungrades vor allem das Massenträgheitsmoment des Getriebes, ohne dass die zu schaltende Masse vergrößert wird. Die so entstehenden Massenverhältnisse zwischen den beiden Teilen des Antriebsstrangs verhindern mit eingebauten Zweimassenschwungrad vor allem das Aufschaukeln von Schwingungen, die in einem der beiden Teile des Antriebsstrangs entstehen. Zusätzlich sorgt die Federung des Drehschwingungsdämpfers dafür, dass die vom Motor erzeugten Drehschwingungen sich nicht direkt auf den Antriebsstrang übertragen können. Das alles führt zu einer Entkoppelung der Resonanz der Motorschwingungen von der Resonanz der Schwingungen im restlichen Antriebsstrang. Damit werden Ungleichförmigkeiten in den Drehungen des Motors durch die Dämpfung des ZMS entweder ganz geschluckt oder stark abgeschwächt.

Vorteile

Verwenden Sie ein Zweimassenschwungrad statt eines ungeteilten Schwungrades, ergeben sich aus dieser Art der Schwingungsdämpfung mehrere Vorteile. Erstens erhöhen Sie den Fahrkomfort, weil die Dämpfungswirkung des Zweimassenschwungrades die Geräuschentwicklung im Fahrzeugbetrieb mit Motor reduziert und vor allem Getriebegeräusche und Karosseriedröhnen vermieden werden. Zweitens erhöhen Sie die Lebensdauer der Komponenten des Antriebsstrangs und anderer Fahrzeugteile, weil Sie mit einem Zweimassenschwungrad und seinen Vibrationen dämpfenden Eigenschaften die mechanischen Belastungen der betroffenen Komponenten vermindern. Darüber hinaus senken Sie mit einem durch Zweimassenschwungrad gedämpften Antriebsstrang den Kraftstoffverbrauch.

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