Boot polieren: Schritt für Schritt zum perfekten Glanz

0
621
Mann poliert Boot in Werkstatt
© GettyImages / Tay Jnr
Motointegrator

Sie sollten Ihr Boot polieren, wenn Sie es im neuen Glanz erstrahlen lassen wollen. Doch mit dem einfachen Auftragen der Bootspolitur ist es nicht getan. Erfahren Sie in diesem Beitrag, warum Sie Ihr Boot polieren sollten und welche Schritte erforderlich sind.

Boot polieren: die Vorteile

Äußere Einflüsse wie die UV-Strahlung der Sonne, Schmutz und Fenderabrieb machen die Oberfläche Ihres Boots porös. Kratzer tun ihr Übriges – der Gelcoat wirkt matt und glanzlos. Das Auftragen einer Bootspolitur hat mehrere Vorteile:

  • Sie schützt den Gelcoat vor diesen schädigenden Einflüssen.
  • Die Lebensdauer des Boots verlängert sich.
  • Der Glanz des Boots bleibt länger erhalten.
  • Auf der glatten Oberfläche können sich Schmutz und Algen nicht so leicht festsetzen.

Im Idealfall polieren Sie den Bootslack jedes Jahr wenigstens einmal, um Ihr Boot optimal zu schützen. Der ideale Zeitpunkt ist dafür im Frühling, kurz bevor die Saison beginnt. Alternativ können Sie Ihr Boot bereits im Herbst polieren und es dann bestens gepflegt in sein Winterquartier bringen. Für den perfekten Schutz tragen Sie im Frühling erneut eine Politur auf.

Schritt-Anleitung für die Bootspolitur

Wenn Sie den Gelcoat polieren möchten, ist die Vorbereitung mindestens genauso wichtig. Für ein schönes, gleichmäßiges Ergebnis folgen Sie diesen Schritten:

  1. Schritt: Bootslack reinigen
    Reinigen Sie die Oberfläche gründlich von Schmutz und Rückständen von Wachs oder Politur. Dafür können Sie auch spezielle Bootsreiniger verwenden.
  2. Schritt: Oberfläche schleifen
    Dieser Schritt ist nur erforderlich, wenn der Gelcoat stark abgenutzt und uneben ist. Mit einer Schleifmaschine bearbeiten Sie die Bootsoberfläche und schleifen sie ab. So entsteht wieder eine ebene Oberfläche.
  3. Schritt: Boot polieren
    Tragen Sie auf die Oberfläche nicht zu viel Bootspolitur auf einmal auf, denn sie trocknet schnell. Arbeiten Sie sie von Hand oder mit einer Poliermaschine in das Boot ein. Polieren Sie den Bootslack gleichmäßig, bis Kratzer verschwinden und die Oberfläche glänzt. Wenn Sie mit einer Poliermaschine arbeiten, setzen Sie sie immer mit der vollen Fläche auf. Andernfalls könnten unschöne Kanten entstehen.
  4. Schritt: Bootslack versiegeln
    Die Versiegelung besteht aus einer Wachs- oder Silikonschicht. Damit versiegeln Sie die Bootspolitur und verleihen ihr ihren makellosen Glanz. Nachdem die Versiegelung getrocknet ist, polieren Sie sie noch einmal mit einem Polierpad mit weicher Oberfläche nach.

Boot polieren von Hand oder mit einer Poliermaschine?

Ob Sie Ihr Boot mit einer Poliermaschine oder von Hand auf Vordermann bringen, ist zunächst einmal egal. Beides ist möglich. Von Hand zu polieren ist allerdings eine mühselige Angelegenheit, besonders bei größeren Booten. Möchten Sie keine Poliermaschine für Boote kaufen, können Sie diese auch für kleines Geld ausleihen. Damit kommen Sie deutlich zügiger voran. Allerdings erfordert der Umgang mit dem Gerät ein wenig Übung. Zu viel Druck oder zu schnelle Bewegungen können die Temperatur der Bootspolitur erhöhen und zum schnelleren Trocknen führen. Ein unsauberes Gesamtbild wäre die Folge.

Weitere Tipps für das Polieren Ihres Boots

Wenn Sie den Bootslack polieren möchten, verhelfen Ihnen diese Tipps zu einem gleichmäßigeren Ergebnis:

  • Achten Sie auf eine moderate Temperatur. Weder Winterkälte noch Sommerhitze sind ideal, da sie die Eigenschaften der Politur verändern.
  • Wenn Sie Ihr Boot schleifen müssen, tragen Sie wegen des entstehenden Staubs nach Möglichkeit immer einen Mundschutz.
  • Kleben Sie beim Polieren sowohl das Deck als auch den Unterwasserbereich ab. So vermeiden Sie unschöne Spritzer und verhindern die Verschmutzung des Poliertellers durch das Antifouling.

Achten Sie bei der Auswahl der Politur auf deren Funktionsprinzip. Es lassen sich zwei Arten von Bootspolitur unterscheiden:

  • Politur mit Füllstoffen: Die Politur enthält einen Füllstoff wie Wachs, der sich in feine Unebenheiten legt und diese ausgleicht. Diese Produkte erreichen mit wenig Aufwand eine glänzende Optik. Allerdings waschen sich die Füllstoffe durch Regen aus und die Politur muss im Laufe der Saison wiederholt werden, wenn der Schutz nicht verloren gehen soll.
  • Politur ohne Füllstoffe: Bei Profipolituren tragen Sie mehr von der Bootsoberfläche ab und erreichen so eine glatte, glänzende Oberfläche. Dieser Glanz hält die gesamte Saison über an.

Benötigen Sie noch Poliermittel, um Ihr Boot für die Saison fit zu machen? Bei Motointegrator entdecken Sie hochwertiges Zubehör für Boote zu günstigen Preisen.

Motointegrator ersatzteile