Reifendruck beim Motorrad: So stellen Sie den Luftdruck richtig ein + Tabelle

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Motorrad Mechaniker überprüfen Reifen Luftdruck
© GettyImages / AntonioGuillem
Motointegrator

Der Reifendruck von Ihrem Motorrad ist ein wesentliches Sicherheitsmerkmal. Ist er nicht korrekt eingestellt, beschleunigt das den Verschleiß der Reifen und erhöht die Unfallgefahr. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie sich ein zu hoher oder zu niedriger Luftdruck eines Motorradreifens auswirkt und wie Sie ihn richtig einstellen.

Reifendruck beim Motorrad zu hoch oder zu niedrig: die Auswirkungen

Stimmt der Reifendruck Ihres Motorrads nicht mit den Herstellervorgaben überein, bringt dies in beide Richtungen Nachteile (und wenige Vorteile) mit sich:

Tabelle

Achtung: Ein zu hoher Luftdruck im Motorradreifen erhöht die Gefahr von Schäden an den Rädern, etwa infolge scharfkantiger Steine. Der Pneu ist stärker gespannt und somit anfälliger. Dadurch steigt die Gefahr von Unfällen signifikant.

Regelmäßige Kontrolle des Reifendrucks Ihres Motorrads

Experten empfehlen, den Luftdruck der Motorradreifen alle zwei Wochen zu kontrollieren. Zusätzlich sollten Sie sich dafür Zeit nehmen, wenn Sie eine längere Fahrt planen. Haben Sie zu Hause einen eigenen Reifendruckmesser? Dann messen Sie die Reifen am besten im kalten Zustand. Alternativ ist die Messung auch mit einem Messgerät an der Tankstelle möglich.

Tipp: Stellen Sie Veränderungen im Fahrverhalten Ihres Motorrads fest? Dann prüfen Sie umgehend den Reifendruck. Ein ungewohntes Fahrverhalten kann nämlich auf einen nachlassenden Luftdruck hinweisen.

Der optimale Luftdruck für Motorradreifen + Tabelle

Die wichtigste Information sei vorweggeschickt: Alle Informationen, die Sie im Internet zum Reifendruck von Motorrädern finden, können nie mehr als einen Richtwert darstellen. Orientieren Sie sich unbedingt immer an den Herstellervorgaben. Diese finden Sie im Handbuch des Motorrads sowie den Angaben des Reifenherstellers.

Die folgende Tabelle über den Luftdruck von Motorradreifen kann dennoch einen ersten Anhaltspunkt liefern:

Motorrad

Supermotos weisen viel weniger Gewicht auf als normale Motorräder. In der Folge benötigen sie auch deutlich weniger Reifendruck. Sie kommen meist beim Vorderrad mit 2,1 bar und beim Hinterrad mit 2,3 bar Druck aus.

Wichtig: Auf der Rennstrecke kommen oft ganz abweichende Reifendrücke zum Einsatz. Hierbei handelt es sich aber um spezielle Reifen mit stärkerer Karkasse. Diese können mit dem entsprechenden Druck besser umgehen als herkömmliche Reifen. Nutzen Sie deshalb die Luftdruckeinstellung eines Rennstreckenreifens nicht für herkömmliche Motorradreifen.

Reifendruck beim Motorrad unter Last: Luftdruck erhöhen?

Tatsächlich kann es Sinn machen, den Luftdruck zu erhöhen, wenn eine höhere Last auf das Fahrzeug einwirkt. Deshalb wurden früher in den Handbüchern vieler Motorräder zwei Werte angegeben: einmal der Reifendruck für Einmann-Fahrten und eine höhere Angabe für Fahrten mit Sozius oder mehr Gepäck. Heute wird oft nur noch ein Wert ausgewiesen – nämlich der höhere. Diesen können Sie dann individuell anpassen, je nachdem, ob Sie überwiegend alleine fahren oder nicht.

Es kann ähnlich wie beim Auto sinnvoll sein, beim Motorrad ein Reifendruckkontrollsystem nachzurüsten. Dieses zeigt an, wenn ein Druckverlust vorliegt. Ersatzteile und Nachrüstkits bestellen Sie günstig online bei Motointegrator.

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