GfK-Boot lackieren: Wie man es richtig macht

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Kleines Boot im Wasser
© GettyImages / Ernst Glas
Motointegrator

Anleitung und Tipps: GfK-Boot lackieren

Frisch gestrichen ist Ihr Boot eine Augenweide – aber leider lässt die Optik oft schon nach nur einer Saison zu wünschen übrig. Nicht nur wegen des Aussehens, sondern auch aufgrund der Schutzwirkung des Anstrichs sollten Sie den Lack regelmäßig erneuern. Erfahren Sie in diesem Beitrag, wie Sie Ihr GfK-Boot lackieren und worauf Sie dabei achten sollten.

Vor dem Lackieren Ihres GfK-Boots Untergrund vorbereiten

Ehe Sie Ihr GfK-Boot lackieren können, sollten Sie die Oberfläche entsprechend vorbereiten. So gehen Sie vor:

  • Reinigen Sie die Oberfläche des GfK-Boots gründlich. Dazu eignet sich ein Hochdruckreiniger besonders gut.
  • Um die Antirutsch-Profile zu reinigen, können Sie Schleifpads verwenden.
  • Entfernen Sie eine bestehende 1K-Lackschicht. Falls 2K-Lack aufgetragen wurde, sollten Sie diesen entfernen, wenn er einen schlechten Allgemeinzustand aufweist. Dafür können Sie Schleifpapier mit den Körnungen P60 bis P120 nutzen.
  • Verwenden Sie eine deutlich feinere Körnung des Schleifpapiers, um eine bestehende, noch gut erhaltene 2K-Lackschickt aufzurauen. So verbessern Sie die Haftung.
  • Überprüfen Sie das Gelcoat auf Beschädigungen. Diese sollten Sie spachteln und schleifen.
  • Bestehen lediglich kleine Mikroverletzungen und Poren auf der Oberfläche? Dann kann es reichen, eine oder zwei Schichten eines hochwertigen Primers aufzutragen. Entfernen Sie diese Poren nicht, könnten beim Restaurieren Ihres GfK-Boots kleine Bläschen entstehen.
  • Die zu lackierende Fläche sollte trocken, staub- und fettfrei sein.
  • Kleben Sie Flächen ab, die Sie nicht lackieren wollen.

GfK-Boot neu lackieren – wie viele Schichten sind erforderlich?

Wie viele Schichten Lack Sie auf Ihr Boot auftragen sollten, hängt vorrangig vom verwendeten Produkt ab. Halten Sie sich an die Angaben des Herstellers. Bei sehr hochwertigen Lacken kann es ausreichend sein, drei Schichten aufzutragen. Meist geht die allgemeine Empfehlung jedoch eher hin zu fünf Volllacken, die höchstens zu 5 Prozent verdünnt wurden. Viele Bootsbesitzer tragen jedoch zur Sicherheit sieben, neun oder sogar elf Schichten Lack auf.

Um die Haftung zu verbessern, ist es ratsam, zwischen jeder Lackschicht zu schleifen. Mit jeder zusätzlichen Schicht verwenden Sie dafür Schleifpapier mit einer feineren Körnung.

1K- oder 2K-Lack: Wie Sie den vorhandenen Lack testen

Ob Sie den vorhandenen Lack entfernen müssen, hängt von dessen Art und Zustand ab. 1K-Lack sollten Sie stets entfernen. 2K-Lack hingegen können Sie überstreichen – allerdings nur, wenn er sich in gutem Zustand befindet. Sofern Sie nicht wissen, welcher Lack in der Vergangenheit aufgetragen wurde, finden Sie dies mit einem einfachen Test heraus:

  1. Legen Sie ein mit Entfetter getränktes Tuch auf eine Stelle der Oberfläche.
  2. Lassen Sie das Mittel etwa eine Viertelstunde einweichen.
  3. Überprüfen Sie danach die Lackschicht darunter. Zeigt sie keine Beschädigungen oder Veränderungen und ist sie nicht aufgeweicht, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen 2K-Lack. Andernfalls ist von einem 1K-Lack auszugehen, den Sie entfernen sollten.

GfK-Boot lackieren: hilfreiche Tipps für tolle Ergebnisse

Möchten Sie Ihr GfK-Boot lackieren, helfen Ihnen diese Tipps dabei, ein gleichmäßiges Ergebnis zu erreichen:

  • Setzen Sie auf hochqualitative Pinsel. Nutzen Sie für den Endlack keine neuen Pinsel, weil diese häufig haaren.
  • Je größer der Pinsel ist, desto gleichmäßiger wird das Ergebnis.
  • Arbeiten Sie in einer staubfreien Umgebung. Dazu können Sie den Boden benässen, ehe Sie mit dem Lackieren beginnen.
  • Rühren Sie die Farbe mit ruhigen Bewegungen gründlich auf.
  • Tragen Sie die Farbe im Kreuzgang auf. Schließlich „verschlichten“ Sie sie. Dazu streichen Sie den Lack im rechten Winkel zur zuletzt gestrichenen Linie aus.
  • Achten Sie auf eine optimale Außentemperatur und Luftfeuchtigkeit. Direkte Sonneneinstrahlung kann die Trocknungszeit deutlich verkürzen. Dadurch bleiben Pinselstriche sichtbar. Ein trockener Vormittag bei mildem Wetter ist optimal für eine Bootsrestauration.

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