GfK-Boot: Was es ist und wozu es dient

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Kleines Boot im Wasser
© GettyImages / Ernst Glas
Motointegrator

Vorteile & Nachteile: Was ist ein GfK-Boot?

Seit jeher werden Boote aus Holz gebaut. Dank technischer Entwicklungen ist es gelungen, andere, noch robustere Materialien für den Bootsbau herzustellen. Eines davon ist GfK, das als Material für Boote seit den 1970er Jahren eine wichtige Rolle einnimmt. Erfahren Sie in diesem Beitrag, was ein GfK-Boot ist, wann es besser als ein Stahlboot ist und wie lange GfK-Boote halten.

Was ist ein GfK-Boot?

GfK ist die Abkürzung für glasfaserverstärkten Kunststoff, oft verkürzt auch als Glasfaserkunststoff oder Fiberglas bezeichnet. Es handelt sich dabei um einen Verbundwerkstoff einerseits aus Glasfasern und andererseits aus duroplastischen oder thermoplastischen Kunststoffen.

Ein GfK-Boot besteht zu großen Teilen aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Insbesondere für die Herstellung des Rumpfes sowie für das Deck kommt der Werkstoff seit den 1970er-Jahren zum Einsatz. Man kennt ihn aber schon deutlich länger: Bereits in den 1930er Jahren wurde er in der Industrie eingesetzt und 1957 startete das erste Flugzeug aus GfK.

Welche Vorteile haben GfK-Boote?

Das GfK-Verbundmaterial bietet eine Vielzahl von Vorteilen, die sich entsprechend auf Ihr GfK-Boot übertragen lassen:

  • Das Material hält UV-Strahlen und Wetterkapriolen stand.
  • Die Bootsunterseite von GfK-Booten ist glatt und fest. Sie gleiten deshalb besonders widerstandsarm durch die Wellen.
  • GfK ist verglichen mit anderen Bootsmaterialien sehr leicht und weist deshalb eine geringere Verdrängung auf.
  • Das Verbundmaterial ist stabil und elastisch und somit perfekt für den Rumpfbau geeignet.
  • Glasfaserverstärkter Kunststoff weist eine hohe Korrosionsbeständigkeit auf.
  • Das Material gilt im Hinblick auf seine Lebensdauer als sehr wirtschaftlich.
  • GfK weist eine elektrisch und thermisch isolierende Wirkung auf und ist antimagnetisch.

Ebenfalls ein großer Vorteil: Sie können Ihr GfK-Boot reparieren, wenn Sie ein wenig Übung darin haben. Oberflächliche Schäden bessern Sie einfach selbst aus. Das Material hat allerdings einen wichtigen Nachteil: GfK-Boote sind empfindlich gegenüber Stößen. Wenn Sie damit auf Grund laufen, sind schwere Schäden durch Materialbruch wahrscheinlich.

Was ist besser – ein Stahl- oder ein GfK-Boot?

Stahl hat ebenso wie GfK sehr viele Vorteile. Seine Festigkeit macht das Material zur idealen Wahl bei extremem Wetter. Es ist anpassungsfähig, lässt sich gut reparieren und kann mittels moderner Korrosionsschutzsysteme gegen Rost geschützt werden. Zudem ist Stahl bei Weitem nicht so stoßempfindlich wie GfK. Allerdings ist das Gewicht von Stahlbooten deutlich höher. Das wirkt sich einerseits auf die Verdrängung aus, andererseits aber auch auf das Handling und auf die Anforderungen in Bezug auf den Transport des Boots.

Wie lange hält ein GfK-Boot?

Glasfaserverstärkter Kunststoff ist auf eine lange Lebensdauer ausgelegt. Viele GfK-Boote halten 30 bis 50 Jahre lang oder sogar noch länger. Dies ist jedoch abhängig davon, wie gut Sie Ihr Boot pflegen. Lassen Sie ihm jährlich im Herbst und/oder Frühjahr ein ausgiebiges Pflegeprogramm mit Spachteln, Schleifen und Polieren sowie einem neuen Anstrich zukommen, hält Ihr GfK-Boot sicher lange.

Kann ich ein GfK-Boot gebraucht kaufen?

Es gibt auf dem Gebrauchtmarkt durchaus gute GfK-Boote zu kaufen. Allerdings sollten Sie hier genau hinsehen. Im Idealfall entscheiden Sie sich für ein Boot, das zeitlebens gut gepflegt und von einem Liebhaber genutzt wurde. Dann können Sie damit noch viele gute Jahre haben. Alternativ können Sie auch ein altes, abgenutztes GfK-Boot restaurieren. Seien Sie sich dann aber im Klaren über den erhöhten Aufwand, der auf Sie zukommt. In diesem Fall sollten Sie auch genau nachrechnen. Denn oft kann es wirtschaftlich sinnvoller sein, ein neues GfK-Boot zu kaufen, statt ein altes wieder herzurichten.

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