
Die Angabe des Geschwindigkeitsindex finden Sie auf den Autoreifen ebenso wie in Ihren Fahrzeugpapieren. Doch was hat es damit auf sich und was bedeutet die Ziffer? Erfahren Sie hier, was Sie zum Geschwindigkeitsindex Ihrer Reifen wissen sollten.
Was ist der Geschwindigkeitsindex und wo ist er zu finden?
Jedem Autoreifen wird ein Geschwindigkeitsindex zugewiesen. Dieser sagt aus, wie schnell Sie mit den Rädern fahren dürfen. Falls Sie Reifen mit einem niedrigen Index fahren, dürfen Sie mitunter die maximale Geschwindigkeit Ihres Autos nicht ausnutzen.
Sie finden den Reifen-Geschwindigkeitsindex an zwei Stellen:
- In der Zulassungsbescheinigung Teil I steht der Speedindex in den Feldern 15.1 und 15.2.
- Falls Sie ein älteres Fahrzeug fahren, befindet sich die Angabe im Fahrzeugschein in den Feldern 20 bis 23.
- Auch auf dem Reifen selbst ist der Index angegeben. Beachten Sie dazu die Prägung auf der Flanke des Reifens. Der Speedindex ist die letzte Stelle der Reifenbezeichnung (ein Buchstabe).
Geschwindigkeitsindex von Reifen: Tabelle mit den Klassen
Dieser Index ist das Ergebnis eines umfangreichen Tests. Dabei werden Reifen auf ihre Zuverlässigkeit getestet. Sie müssen ein bestimmtes Tempo unter Belastung halten können. Während des Tests wird die Geschwindigkeit stufenweise um 10 km/h erhöht, bis das Ergebnis nicht mehr zufriedenstellend ist. Anhand der erreichten Geschwindigkeit werden Reifen in verschiedene, mit Buchstaben bezeichnete Klassen eingeteilt.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über den möglichen Geschwindigkeitsindex eines Reifens:

Welche Informationen der Geschwindigkeitsindex preisgibt
Der informiert über die maximale Geschwindigkeit, mit der er gefahren werden darf. Darüber hinaus lässt er aber auch Rückschlüsse auf das Fahrverhalten und andere Eigenschaften zu. Je höher der Index ist, desto
- … besser ist der Fahrkomfort.
- … mehr Traktion dürfen Sie erwarten.
- … stabiler liegt ein Reifen in der Kurve.
- … geringer ist der Verschleiß.
Dies ist im Vergleich bei derselben Geschwindigkeit zu sehen. So bietet ein Reifen mit dem Speedindex S bei einer Geschwindigkeit von 120 km/h deutlich bessere Fahreigenschaften als ein Reifen des Geschwindigkeitsindex L.
Sie dürfen jederzeit höherwertige Reifen aufziehen als in der Zulassungsbescheinigung Teil I angegeben. Ebenso können Sie einen Reifen mit niedrigerem Geschwindigkeitsindex wählen. Allerdings dürften Sie dann gegebenenfalls die Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs nicht mehr ausreizen, wenn die maximale Geschwindigkeit der Reifen darunterliegt.
Höchsttempo bei Winterreifen: Index im Winter
Auch Winterreifen besitzen einen Geschwindigkeitsindex. Entsprechend ist die angegebene Höchstgeschwindigkeit maßgeblich, auch wenn diese deutlich unterhalb des erlaubten Höchsttempos des Autos liegt. Ist das der Fall, müssen Sie nach § 36 Abs. 5 Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung mit einem Aufkleber über die maximale Geschwindigkeit der Reifen informieren. Dieser Hinweis muss sich im Sichtfeld des Fahrers befinden oder am Armaturenbrett digital eingeblendet werden. Schon das Fehlen des Hinweises wird mit 5 Euro Bußgeld geahndet.
Überschreiten Sie die durch den Reifen-Geschwindigkeitsindex vorgegebene Maximalgeschwindigkeit, steigt das Bußgeld auf bis zu 90 Euro an – je nachdem, ob Sie nur bei erhöhtem Tempo erwischt wurden oder ob Sie die Verkehrssicherheit gefährdet haben.
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