Fahrradträger für die Anhängerkupplung: Darauf sollten Sie achten

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Radfahrer, die nach dem Training Fahrräder am Fahrradständer befestigen
© GettyImages / SimonSkafar
Motointegrator

Mit dem Bike Berge erklimmen oder Seen umrunden – mit einem Fahrradträger für die Anhängerkupplung wird dieser Freizeittraum Wirklichkeit. Einmal montiert, befestigen Sie Ihr Fahrrad unkompliziert auf dem Träger und können direkt losfahren. Hier erfahren Sie, worauf Sie bei der Auswahl eines Fahrradträgers für die Anhängerkupplung achten sollten und wie Sie die Stützlast richtig berechnen.

Fahrradträger für die Anhängerkupplung: So wird er befestigt

Wie die Bezeichnung bereits nahelegt, montieren Sie einen solchen Fahrradträger direkt auf der Anhängerkupplung. Er verfügt über eine spezielle Aufnahme, mit der er über die Kupplung gezogen und so befestigt wird.

Ein Fahrradträger für die Anhängerkupplung hat allerdings einen gewichtigen Nachteil: Sie können den Kofferraum nicht mehr öffnen. Höchstens die Cityklappe, soweit vorhanden, lässt sich noch bedienen. Möchten Sie dieses Manko vermeiden, investieren Sie in einen klappbaren Fahrradträger für die Anhängerkupplung. Dieser lässt sich entriegeln und dann sogar mit montierten Fahrrädern vom Auto wegkippen. So erreichen Sie den Kofferraum auch unterwegs problemlos. Fahrradträger für die Anhängerkupplung in klappbarer Ausführung sind allerdings auch etwas teurer als die herkömmliche Variante.

Worauf sollten Sie beim Einkauf achten?

Bevor Sie einen Fahrradträger für die Anhängerkupplung auswählen, sollten Sie besonders auf diese Kriterien achten:

  • Prüfen Sie, welche Stützlast Ihr Fahrzeug mitbringt. Das ist besonders wichtig, wenn Sie per Fahrradträger an der Anhängerkupplung E-Bikes oder mehrere Fahrräder transportieren wollen.
  • Achten Sie auf GS- oder TÜV-Siegel für den Fahrradträger.
  • Prüfen Sie, inwieweit der Hersteller Erweiterungsmöglichkeiten bietet. Mit zusätzlichen Anbauschienen können Sie problemlos erweitern, wenn Sie gemeinsam mit Freunden eine Radtour planen.
  • Kontrollieren Sie, ob der Radstand Ihres Fahrrads zum Träger passt, also konkret: ob der Träger breit genug ist.
  • Breite Reifen können bei Standard-Fahrradträger ebenfalls zum Problem werden. Prüfen Sie, ob die Schienen breit genug sind.
  • Achten Sie außerdem auf langlebige, rostfreie Materialien.

Was bedeutet die Stützlast?

Ein Fahrradträger bringt bereits selbst mit etwa 12 bis 25 Kilogramm ein ordentliches Gewicht mit. Hinzu kommt das Gewicht der montierten Fahrräder. E-Bikes mit Akku schlagen mit 15 bis 28 Kilogramm zu Buche, während normale Fahrräder für Erwachsene zwischen 8 und 18 Kilogramm schwer sind.

Gerade wenn Sie mehrere Räder transportieren möchten, kann die zulässige Stützlast Ihrer Anhängerkupplung schnell überschritten sein. So gehen Sie vor, um die Stützlast zu prüfen:

  1. Schritt: Prüfen Sie, welche Stützlast Ihre Anhängerkupplung aufweist. Sie finden die Angabe in der Zulassungsbescheinigung Teil I im Feld 13.
  2. Schritt: Ziehen Sie das Gewicht des Fahrradträgers von der angegebenen Stützlast ab.
  3. Schritt: Das nun verbleibende Gewicht dürfen die transportierten Fahrräder nicht überschreiten.

Beispiel: Für Ihr Auto ist eine Stützlast der Anhängerkupplung von 52 Kilogramm angegeben. Ihr Fahrradträger wiegt 17 Kilogramm und Sie möchten zwei E-Bikes transportieren, die jeweils 18 und 21 Kilogramm wiegen. Alles zusammen wiegt (17 + 18 + 21 =) 56 Kilogramm und überschreitet somit die Stützlast.

Tipp: Ist die Stützlast überschritten, können Sie gerade bei E-Bikes das Gesamtgewicht einfach reduzieren, indem Sie den Akku demontieren und im Auto transportieren.

Wie viele Fahrräder auf einem Fahrradträger für die Anhängerkupplung?

Gerade Familien stehen häufig vor der Herausforderung, mehrere Fahrräder mit in den Urlaub zu transportieren. Die meisten Fahrradträger für die Anhängerkupplung sind jedoch auf zwei Fahrräder ausgelegt. Viele Systeme lassen sich durch zusätzlich zu montierende Schienen auf ein drittes oder sogar viertes Fahrrad erweitern. Und am Markt sind auch Modelle verfügbar, die von vornherein auf fünf Räder ausgelegt sind. Behalten Sie dabei aber immer die Stützlast im Auge. Geraten Sie mit überschrittener Stützlast in eine Verkehrskontrolle, drohen Bußgelder von bis zu 60 Euro.

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