
Obwohl der VW Golf 5 damals kaum mit hohen Verkaufszahlen überzeugen konnte, gehört das Fahrzeug heute zu den Liebhaberfahrzeugen, die gern auch gebraucht gekauft werden. Wer mit dem Gedanken spielt, sich einen VW Golf 5 zu kaufen, sollte die Kosten für eventuelle Reparaturen beachten und beim Kauf die Augen bezüglich eventueller Schwachstellen des Fahrzeugs aufhalten. Wir verraten Ihnen, worauf Sie beim Kauf achten müssen und welche Reparaturkosten eventuell auf Sie zukommen können.
Kosten für Reparaturen
Ein Scheckheft-gepflegter VW Golf 5 hat in der Regel nur die Kosten gemäß dem Serviceplan. Das heißt, es kommen ca. 150 Euro bis 180 Euro für den Motorölwechsel – bei einer Longlife-Wartung ca. 350 Euro bis 450 Euro – auf Sie zu. Fallen Reparaturen an der Bremsanlage, der Steuerkette, dem Zahnriemen oder dem Stoßdämpfer an, gelangen Sie schnell in den vierstelligen Bereich. Vor einem Kauf sollten Sie daher den Golf 5 auf eventuelle klassische Schwachstellen prüfen, um unschöne Überraschungen zu vermeiden.
Tipps zum Gebrauchtwagenkauf
Jedes Fahrzeug hat seine Schwachstellen. Auch der VW Golf 5 bildet da keine Ausnahme. So war die Tankentlüftung lange ein einziges Ärgernis. Auch die Klimaautomatik und die Lüftungsrohre waren typische Schwachstellen. Ebenfalls klassisch war der Rost, der vermehrt auftrat. Darüber hinaus setzten ungeschützte Kupferkabel schnell Grünspan an, woraus Messfehler und damit Störungen in der Elektronik resultierten.
Beim VW Golf 1.4 TSI hatten die kleinen Turbos Probleme mit den Steuerketten, die häufig vorzeitig verschlissen, wodurch sich die Ventile nicht mehr synchron schlossen. Die Folge war ein massiver Motorschaden. Empfehlenswert ist dieses Modell daher nicht.
Auch den Spritverbrauch sollten Sie im Blick behalten. Der VW Golf 5 2.0 FSI mit 150 PS überzeugte weniger mit seiner Leistung, sondern erschreckte vielmehr mit seinem Benzinverbrauch. Das gilt auch für den 2.5-Fünfzylinder. Bei den Motoren sind der 2.0 TDI oder der 1.4-Liter-TSI empfehlenswert.
Probleme machen auch die elektronischen Sonderausstattungen wie die Klimaanlage und das Navigationsgerät. Beide gelten – genau wie der Fensterheber – als sehr anfällig. Machen Sie sich auch ein Bild davon, ob das Öl regelmäßig kontrolliert und Wechselintervalle eingehalten wurden. Ebenfalls ein Zeichen für einen Mangel ist ein Ruckeln des TDI im Leerlauf. Das kann ein Hinweis auf ein defektes Pumpe-Düse-Element sein. Kritisch sind auch die Unterkanten der Türen bzw. die Türecken vorn. Sie können durch die Ansammlung von Wasser und Eis durchaus mal verbogen sein. Auf diese Mängel sollten Sie bei einem Kauf des VW Golf 5 unbedingt achten. Trotzdem ist der Golf 5 ein Gebrauchtwagen, der sich für alle eignet.
FAQs
Wird der Golf 5 noch gebaut?
Der VW Golf 5 konnte nicht an die Erfolge der Vorgängermodelle anknüpfen, sodass das Fahrzeug nur verkürzt gebaut wurde. Im Jahr 2008 erfolgte daher nach fünf Jahren die Einstellung der Produktion und die Markteinführung des VW Golf VI.
Wann kam Golf 5 raus?
Der VW Golf 5 war der Nachfolger des VW Golf 4 und wurde im Jahr 2003 auf den Markt gebracht. Das Fahrzeug gab es als drei- und fünftürige Limousine sowie als Golf 5 Variant.
Wie viel PS hat ein Golf 5?
Der Golf 5 kam mit unterschiedlichen PS-Zahlen auf den Markt. Den Einstieg bildete bei den Benzinern ein 1,4-Liter-Motor mit 75 PS. Es gab noch den 1.4 TSI und den 1.6 FSI mit 102 PS und 115 PS und den 2.0 FSI mit 150 PS.
Welcher Golf hat 5 Zylinder?
Der VW Golf 5 war mit einem 5-Zylinder-Turbodiesel ausgestattet. Auch der VW-Bus T4 besitzt 5 Zylinder.
Wann wurde der Golf 6 gebaut?
Der VW Golf 6 wurde von 2008 bis 2012 gebaut. Damit brachte er sogar eine noch geringere Bauzeit auf als der VW Golf 5.














































