
Der Öldruckschalter kontrolliert, ob der Motor immer ideal mit Motoröl versorgt und somit ausreichend geschmiert wird. Ist er defekt, kann dies sogar bis zu einem Motorschaden führen. Erfahren Sie in diesem Beitrag, wie der Öldruckschalter funktioniert, wo er sich befindet und wie Sie einen Defekt rechtzeitig erkennen.
Öldruckschalter: Funktion einfach erklärt
Um die Funktion des Öldruckschalters zu verstehen, ist ein Blick auf die Schmierung von Verbrennungsmotoren erforderlich. Diese benötigen eine dauerhafte Schmierung aller Bauteile mit Motoröl. Damit diese gewährleistet ist, presst eine Ölpumpe das Motoröl unter Druck durch das Motorsystem. Würde dieser Druck abnehmen, könnte die Schmierung nicht korrekt aufrechterhalten werden. Sind die Bauteile nicht mehr ausreichend geschmiert, reibt Metall auf Metall und es kann zum Motorschaden kommen.
Der Öldruckschalter kontrolliert ständig den Öldruck und ist so ein wichtiges Instrument, um Motorschäden vorzubeugen. Sie erkennen den aktiven Sensor an der Öldruckkontrollleuchte, die beim Starten des Motors kurz aufleuchtet. Es handelt sich dabei um ein rotes Ölkännchen. Falls dieses nach dem Motorstart nicht erlischt oder während der Fahrt aufleuchtet, ist dies ein Anzeichen für ein bestehendes Problem.
Öldruckschalter defekt: häufige Anzeichen
Der Öldruckschalter ist nur ein kleines Bauteil, das Sie natürlich nicht ständig im Blick haben. Umso wichtiger ist es, auf die wenigen möglichen Anzeichen zu achten und direkt zu reagieren. Wenn die Öldruckkontrollleuchte nach dem Motorstart nicht ausgeht oder während der Fahrt dauerhaft oder vereinzelt immer wieder aufleuchtet, ist dies ein wichtiges Alarmsignal. In diesem Fall sollten Sie keinesfalls noch weitere Strecken zurücklegen. Wenn möglich, halten Sie sofort an und schalten den Motor ab, um Folgeschäden zu vermeiden.
Weitere Anzeichen für einen defekten Öldruckschalter sind:
- Bei einer Kontrolle stellen Sie Ölrückstände am Stecker des Öldruckschalters fest.
- Die Öldruckkontrollleute leuchtet beim Motorstart nicht auf.
- Der Fehlerspeicher gibt eine Fehlermeldung aus, die beispielsweise „Öldruck unplausibel“ oder ähnlich lauten kann.
- Auch Meldungen eines zu hohen oder zu niedrigen Öldrucks deuten auf einen Defekt hin.
Bei diesen Anzeichen muss jedoch nicht zwingend der Öldruckschalter defekt sein. Es kann sich auch um andere Probleme mit der Motorschmierung handeln, beispielsweise wenn zu wenig Motoröl nachgefüllt wurde, die Ölpumpe nicht mehr richtig funktioniert oder das Ölsieb verstopft ist. Der Fachmann wird deshalb eine Öldruckmessung vornehmen, um andere Ursachen auszuschließen. Diese wird bei variierenden Temperaturen und Drehzahlbereichen durchgeführt.
Austausch des Öldruckschalters
Vielleicht fragen Sie sich, wo der Öldruckschalter sitzt. Die meisten Fahrzeuge verfügen heute über mehrere Sensoren dieser Art. Sie können sich bauartbedingt an der Ölpumpe, am Zylinderkopf und an anderen Komponenten des Autos befinden. Ältere Modelle haben mitunter nur einen einzelnen Öldruckschalter.
Wurde der Öldruckschalter als Ursache sicher identifiziert, steht die Reparatur an. Leider ist es nicht möglich und wirtschaftlich, den Sensor instand zu setzen. Um den Wechsel des Bauteils kommen Sie deshalb nicht herum. So funktioniert der Austausch:
- Schutzkappe (ohne Kabel) entfernen.
- Das Kabel am Stecker abziehen, ggf. mithilfe einer Zange.
- Sensor gegen den Uhrzeigersinn herausdrehen.
- Neuen Öldruckschalter einsetzen, eindrehen und fest anziehen.
- Kabel wieder anschließen.
- Schutzkappe wieder aufsetzen.
Kosten für den Austausch des Öldruckschalters
Der Aufwand für den Wechsel des Öldruckschalters hält sich glücklicherweise in Grenzen. Rechnen Sie je nach Zugänglichkeit des Sensors mit einem Arbeitsaufwand von einer halben Stunde bis zwei Stunden. Es fallen also Arbeitskosten in Höhe von circa 50 bis 200 Euro an. Hinzu kommen die Materialkosten von 5 bis 35 Euro. Die Gesamtkosten liegen somit zwischen 55 und 235 Euro.
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