
Urlaubsverkehr, Stau, Hitze – Autofahren im Sommer kann in Stress ausarten, wenn man sich nicht von Anfang an erfolgreich gegen die Hitze und ihre Auswirkungen schützt. Gerade wer lange unterwegs ist und zum Beispiel in Urlaub fährt, sollte unbedingt einige Tipps beherzigen, um im Auto einen kühlen Kopf zu bewahren.
Was sollte man beim Autofahren vermeiden?
Es gibt einige Verhaltensweisen, die bei einem langen Autofahren im Sommer zu vermeiden sind. Dazu zählt unter anderem das Reisen in der Mittagshitze zwischen 12:00 und 15:00 Uhr. Wer sich seine Reisezeit frei einteilen kann, sollte eher am Morgen oder abends verreisen – in der Mittagszeit hingegen empfiehlt es sich, einen schattigen Platz aufzusuchen. Auf keinen Fall sollte man Kinder oder Tiere in einem geparkten Auto zurücklassen – selbst wenn es im Schatten steht und man nur kurz weg ist, denn der Sonnenstand kann sich schnell ändern, und dann wird es oftmals sehr schnell sehr heiß im Wagen.
Was sollte man beim langen Autofahren unbedingt tun?
Im Schatten parken
Um Insassen und Bordelektronik vor einem sicheren Hitzekollaps zu bewahren, empfiehlt es sich, das Fahrzeug möglichst im Schatten zu parken. Denn in der prallen Sonne kann die Temperatur unter dem Blech bis zu 100 Grad betragen. Durch diese Wärmeausdehnung und die spätere Abkühlung durch den Fahrtwind kann es zu feinen Rissen in der Platinen kommen, warnen TÜV-Experten.
Halten Sie bei der Parkplatzsuche Ausschau nach großen Schattenspendern, wie beispielsweise Bäumen. So bleibt der Wagen um etwa 15 Grad kühler. Kein Baum weit und breit? Dann parken Sie Ihr Fahrzeug mit dem Heck zur Sonne, so bleiben die Temperaturen einigermaßen erträglich. Nach längerem Parken in der Sonne sollten zunächst alle Türen zum Lüften aufgemacht werden.
Heizung anschalten
Nach langen Standzeiten oder bei Stadtverkehr in der Sonne können Motor und Elektronik ernsthaften Schaden nehmen. Um ein Kochen des Kühlwassers zu verhindern, hilft ein einfacher Trick: Schalten Sie kurz die Heizung an, denn das leitet die Wärme in den Innenraum des Fahrzeugs. Im Normalfall reicht aber während einer Fahrt der Fahrtwind, um den Motor ausreichend kühl zu halten. Im Stau stehend, empfiehlt es sich, den Motor bei jeder Gelegenheit auszustellen.
Kühlwasser checken
Vor jeder Reise sollten Sie unbedingt den Stand des Kühlwassers checken und gegebenenfalls nachfüllen. Beachten Sie, dass der Ausgleichsbehälter wegen des möglichen Überdrucks nicht im überhitzen Zustand geöffnet wird, denn das heiße herausspritzende Wasser kann zu Verbrühungen führen. Achten Sie außerdem besonders genau auf leuchtende Anzeigen im Wagen. Sobald man ein Problem mit ESP, ASB oder Airbag signalisiert, sollten Sie umgehened anhalten und den Pannendienst verständigen.
Klimaanlage nutzen
Eine Klimaanlage ist natürlich die beste Lösung um ein Auto von Innen zu kühlen. Achten Sie darauf die Klimaanlage nur in den ersten Kilometern auf höchste Leistung und Umluft zu drehen. Spätestens nach fünf Minuten sollte wieder auf Frischluftzufuhr gestellt werden, um einem kritischen CO2-Gehalt im Auto zu entgehen. Zu kühl ist außerdem ungesund für alle Insassen – 20 bis 22 Grad sind ideal um das Unfallrisiko durch Überhitzung zu reduzieren. Denken Sie daran, dass Klimaanlagen regelmäßig gewartet werden müssen, da das Kältemittel mit der Zeit entweicht und einen erhöhten Verschleiß des Klimakompressors nach sich ziehen kann. Da die Klimaanlage ein Spritverbraucher ist, sollten Sie vor einer längeren Sommerfahrt immer volltanken. Wenn Sie keine Klimaanlage besitzen, reicht es, die hinteren Fenster während der Fahrt zu öffnen.
Auto und Mensch sommertauglich einkleiden
Eine reflektierende Silberfolie für die Frontscheide mindert die Aufheizung des Innenraums eines Fahrzeugs spürbar und ist für wenige Euro erhältlich. Weitere Tipps um eine Fahrt in der prallen Sonne gut zu überstehen sind ausreichend Wasser zu trinken und leichte Kleidung zu tragen. Lange Hosen schützen vor heißen Sitzflächen. Die Sommermonate laden auch häufiger dazu ein mit luftigen Flip-Flops am Steuer zu sitzen. Das Lenken eines Wagens mit Flip-Flops ist nicht grundsätzlich verboten. Bei einem Unfall kann aber grobe Fahrlässigkeit unterstellt werden und es könnten sich Probleme mit dem Versicherungsschutz ergeben.

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