Einpresstiefe der Felgen: So ermitteln Sie den richtigen Wert

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Einpresstiefe der Felgen
© GettyImages / Inside Creative House
Motointegrator

Spätestens wenn Sie neue Felgen kaufen möchten, müssen Sie sich mit der erlaubten Einpresstiefe Ihres Autos beschäftigen. Diese Größe wirkt sich zum einen deutlich auf die Optik aus. Zum anderen hat die Einpresstiefe der Felgen auch direkte Folgen für die Fahreigenschaften. Lesen Sie in diesem Beitrag, was man bei Felgen unter der Einpresstiefe versteht, warum sie wichtig ist und wie Sie sie ermitteln.

Was ist bei Felgen die Einpresstiefe?

Die Einpresstiefe (kurz: ET) bezeichnet den Abstand zwischen der Radmitte und der Auflagefläche der Felge. Meist wird sie mit dem Kürzel „ET“ und dem Abstand in Millimetern angegeben. Auch die englischen Kürzel „IS“ und „Offset“ können die Einpresstiefe der Felgen wiedergeben – die Zahl ist jedoch ebenfalls in Millimetern angegeben.

Je größer die Einpresstiefe ist, desto weiter innen steht der Reifen im Radkasten. Die Spur verschmälert sich dadurch. Gerade im Tuning-Bereich empfinden viele Fans eine geringe Einpresstiefe als optisch besonders ansprechend. Die Räder befinden sich weit außen im Radkasten.

Was bedeuten eine positive und negative Einpresstiefe?

Wenn Sie die Einpresstiefe Ihrer Felgen ermitteln, können drei Arten von Werten entstehen:

  • Neutrale Einpresstiefe: Die Mitte der Felge stimmt mit der Radanschlussfläche überein. Diese Position entspricht ET0.
  • Positive Einpresstiefe: Die Radanschlussfläche befindet sich weiter außen als die Felgenmitte (z. B. ET40).
  • Negative Einpresstiefe: Die Radanschlussfläche ist weiter innen angesiedelt als die Felgenmitte (z. B. ET-25).

Die meisten Fahrzeuge besitzen Felgen mit positiver Einpresstiefe. Sie werden als besonders ästhetisch und sportlich empfunden. Eine negative Einpresstiefe finden Sie hingegen gehäuft in Geländewagen vor.

Welche Einpresstiefe Ihre Felgen haben dürfen, können Sie nicht frei entscheiden. Der Fahrzeughersteller macht genaue Angaben dazu, innerhalb welcher Toleranz Sie wählen können. Ist die Einpresstiefe zu hoch oder zu niedrig, kann sich dies durch schlechtere Fahreigenschaften äußern und den Verschleiß erhöhen.

Zu geringe oder zu hohe Felgen-Einpresstiefe: Was tun?

Haben Sie bereits Felgen mit falscher Einpresstiefe montiert, kann dies mehrere unerwünschte Folgen nach sich ziehen. Sie sollten dann entweder zu anderen Felgen wechseln oder andere Veränderungen vornehmen, um Schäden vorzubeugen.

Zu hohe Einpresstiefe: Ist die Einpresstiefe zu hoch, sitzt das Rad zu weit innen im Radhaus. Im schlimmsten Fall kann es am Radhaus schleifen. Zudem kann dies sowohl die Eigenschaften der Bremsen verschlechtern als auch deren Verschleiß erhöhen. Bauen Sie eine Spurverbreiterung aus. Dafür sind verschiedene Systeme erhältlich, sodass es für nahezu jedes Fahrzeug eine Lösung gibt.

Zu geringe Einpresstiefe: Das Rad rutscht weit nach außen und kann wiederum dort am Radhaus schleifen. Hier hilft es nur, den Kotflügel anzupassen. Sie können ihn entweder verbreitern oder – wenn die Abweichung nur gering ist – die Kanten umbördeln. Da sich die Spurweite vergrößert, müssen Sie mit schlechteren Fahreigenschaften und erhöhten Verschleißerscheinungen rechnen. Passen Sie die Spurweite der zweiten Achse auf dieselbe Weite an, um einer möglichen Über- oder Untersteuerung vorzubeugen.

Einpresstiefe der Felgen herausfinden: So geht’s

Wenn Sie neue Felgen kaufen, finden Sie deren Einpresstiefe ganz einfach heraus: Sie verbirgt sich in der Felgenbezeichnung. So können Sie etwa aus der Bezeichnung „VA 5.50×14 ET 35 – HA 5.50×14 ET 35“ eine Einpresstiefe von 35 Millimetern ablesen.

Innerhalb welcher Toleranz sich die Einpresstiefe der Felgen befinden muss, sollten Sie am besten direkt beim Hersteller erfragen, falls die Ihnen vorliegenden Unterlagen keine Auskunft darüber geben. Wenn Ihre bisherigen Felgen im Fahrzeugschein eingetragen sind, finden Sie Informationen über die Einpresstiefe in der Zulassungsbescheinigung Teil I.

Alternativ können Sie die Einpresstiefe der Felgen messen. Ermitteln Sie die Breite der Felge und halbieren Sie sie. So stellen Sie die Felgenmitte fest. Messen Sie nun den Abstand bis zur Mitte der Auflagefläche. Alternativ können Sie mit einem Felgenrechner anhand der Maße der bisherigen Felge die Einpresstiefe ermitteln. Dazu geben Sie mehrere Größen wie die Felgenbreite in Zoll, die alte ET und die neue Felgenbreite ein und finden so die neue Felgen-Einpresstiefe heraus.

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