
Wenn im Cockpit die Bremsverschleißanzeige aufleuchtet, ist Vorsicht geboten. Die Anzeige weist darauf hin, dass die Bremsbeläge stark abgenutzt sind und bald ausgetauscht werden müssen. Ignoriert man das Signal, kann die Bremsleistung nachlassen, mit potenziell gefährlichen Folgen. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie die Bremsverschleißanzeige funktioniert, wann sie aufleuchtet und was nach der Warnung zu tun ist.
Was hat die Bremsverschleißanzeige zu bedeuten?
Die Bremsverschleißanzeige ist ein wichtiges Sicherheitssystem, das den Fahrer frühzeitig über den Zustand der Bremsbeläge informiert. Meist erscheint im Armaturenbrett ein gelbes oder rotes Symbol, häufig ein Kreis mit gestrichelten Linien links und rechts oder der Schriftzug Brake.
Das Warnsignal zeigt an, dass die Bremsbelagstärke unter den vorgeschriebenen Mindestwert gesunken ist. In diesem Zustand kann sich der Bremsweg verlängern, weil weniger Reibmaterial zur Verfügung steht. Wird der Verschleiß weiter ignoriert, kann der Metallträger des Bremsbelags die Bremsscheibe berühren, das führt zu Schleifgeräuschen und womöglich zu teuren Folgeschäden.
Wann leuchtet die Bremsverschleißanzeige?
Die Warnleuchte wird aktiviert, sobald die Bremsbeläge einen kritischen Abnutzungsgrad erreicht haben. Je nach Fahrzeugmodell geschieht das bei einer Restbelagstärke von etwa zwei bis drei Millimetern.
Bei älteren Fahrzeugen erfolgt die Anzeige über einen mechanischen Kontakt, bei modernen Modellen über elektronische Sensoren, die den Belagzustand kontinuierlich überwachen. Manche Fahrzeuge zeigen die Warnung zusätzlich im Bordcomputer an.
Sobald die Leuchte erscheint, sollten Sie zeitnah eine Werkstatt aufsuchen. Ein längeres Weiterfahren kann die Sicherheit beeinträchtigen und teure Reparaturen nach sich ziehen.
Wie funktioniert die Bremsverschleißanzeige?
Die Funktionsweise dieser Anzeige hängt vom verwendeten System ab. Beide Varianten haben dasselbe Ziel, sie sollen rechtzeitig warnen, bevor die Bremsleistung gefährlich abnimmt.
Elektronische Verschleißanzeige
In den Bremsbelägen ist ein dünner Draht eingelassen. Wenn der Belag bis zu dieser Stelle abgenutzt ist, wird der Stromkreis unterbrochen. Das Steuergerät erkennt dies und aktiviert die Warnleuchte im Cockpit.
Mechanische Verschleißanzeige
Ein kleiner Metallstift im Bremsbelag sorgt dafür, dass bei abnehmender Materialstärke der Bremsbelag mit der Bremsscheibe in Berührung kommt. Es entsteht ein quietschendes Geräusch und warnt frühzeitig vor einem notwendigen Wechsel.
Was tun, wenn die Bremsverschleißanzeige leuchtet?
Leuchtet die Warnanzeige, sollten Sie die Bremsen so bald wie möglich überprüfen lassen. In der Werkstatt wird festgestellt, wie stark die Beläge abgenutzt sind und ob auch die Bremsscheiben oder andere Komponenten betroffen sind.
In der Regel müssen die Bremsbeläge paarweise pro Achse erneuert werden, um eine gleichmäßige Bremswirkung zu gewährleisten. Nach dem Wechsel muss bei elektronischen Systemen der Sensor zurückgesetzt oder ersetzt werden, damit die Anzeige erlischt. Wird die Warnmeldung ignoriert, kann dies zu erheblichen Sicherheitsrisiken und Folgeschäden führen.
Kosten für den Austausch der Bremsbestandteile
Die Kosten für einen Bremsbelagwechsel liegen, je nach Fahrzeug und System zwischen 120 und 250 Euro pro Achse. Müssen zusätzlich die Bremsscheiben erneuert werden, können bis zu 400 Euro anfallen.
Wer den Wechsel selbst durchführen möchte, sollte über entsprechende Fachkenntnisse verfügen und ausschließlich Markenprodukte in Erstausrüsterqualität verwenden.
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Die häufigsten Fragen zur Bremsverschleißanzeige
Wie lange kann ich mit der Bremsbelagverschleißanzeige fahren?
Nach dem Aufleuchten sollten die Bremsen innerhalb weniger Tage geprüft werden. Abhängig von Fahrweise und Einsatzbedingungen sind meist nur noch 500 bis 1.000 Kilometer möglich, bevor die Bremsbeläge komplett verschlissen sind.
Wann leuchtet die Bremsverschleißanzeige?
Die Anzeige leuchtet, sobald die Bremsbeläge den Mindestwert von rund 2 bis 3 Millimetern Restbelag erreicht haben. Je nach System erfolgt die Warnung mechanisch oder elektronisch.
Wie funktioniert die Verschleißanzeige bei Bremsen?
Die integrierten Sensoren oder Metallkontakte überwachen den Bremsbelag und sobald ein kritischer Verschleißgrad erreicht wird, wird der Stromkreis unterbrochen oder ein Warnsignal erzeugt. Das zeigt sich durch die Leuchte im Cockpit.













































