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Diesel eingefroren: So bekommen Sie den Filter wieder frei

Diesel eingefroren

© GettyImages / .shock

Wenn im Winter der Dieselmotor stottert, liegt eine Vermutung nahe: Der Diesel ist eingefroren. Das passiert bereits bei Temperaturen von unter 0° C, besonders wenn sich noch Sommerdiesel im Tank befindet. In diesem Beitrag erfahren Sie, warum der Treibstoff überhaupt einfriert, welche Kosten für die Reparatur entstehen und wie Sie richtig vorbeugen.

Was passiert mit Diesel bei Minusgraden?

Dieselkraftstoffen wird Paraffin beigemengt, um deren Schmierfähigkeit zu verbessern. Der Zusatzstoff hat jedoch einen Haken: Es ist lediglich bei Plusgraden flüssig und flockt bei Temperaturen unterhalb des Gefrierpunkts aus. Das Paraffin wird immer fester und entwickelt sich zu einer klebrigen Masse, von der Konsistenz her vergleichbar mit Kerzenwachs. Genauer gesagt: Diesel selbst friert nicht ein, sondern lediglich der Paraffinanteil wird fest.

Diese festere Masse gelangt in den Kraftstoffkreislauf und die Partikel setzen den Dieselfilter sowie andere Komponenten zu. Das führt dazu, dass der Motor entweder überhaupt nicht mehr oder nur unzureichend mit Diesel versorgt wird. Die Folgen: Der Motor springt gar nicht erst an, läuft unrund oder im Notlauf und die Leistung fällt ab.

Diesel eingefroren: Ab wann flockt das Paraffin aus?

Wie schnell Dieselkraftstoff einfriert, hängt davon ab, welchen Diesel Sie getankt haben. Die Norm DIN EN 590 definiert dafür unterschiedliche Qualitäten, die die Tankstellen je nach Jahreszeit anbieten. Sie zeichnen sich durch diese Kältebeständigkeit aus:

Um immer ausreichenden Kälteschutz zu haben, sollten Sie Ihren Tank mit Sommerdiesel rechtzeitig leerfahren und Winterdiesel tanken. Dieser ist mit einem Fließverbesserer versehen oder es kommen kurzkettigere Paraffine zum Einsatz. So bleibt das Paraffin auch bei niedrigeren Temperaturen flüssig. Haben Sie noch Sommerdiesel im Tank und es wird bereits zu kalt, können Sie mit Additiven (Zusatzstoffen) nachhelfen.

Diesel eingefroren – was machen?

Sicherlich fragen Sie sich, was Sie machen sollten, wenn Ihr Diesel eingefroren ist. Läuft Ihr Fahrzeug noch, sollten Sie unverzüglich die nächstgelegene Werkstatt aufsuchen – auch wenn es nur der Notlauf ist. Andernfalls kommen Sie nicht darum herum, Ihr liegengebliebenes Auto abschleppen zu lassen. Der Fachmann nimmt nun mehrere Arbeiten vor:

Die Reparatur des Fahrzeugs verursacht Kosten von rund 250 bis 350 Euro. Darin enthalten sind etwa 50 bis 100 Euro für den neuen Dieselfilter, die Arbeitszeit für das Ersetzen des Treibstoffs und Entsorgungskosten für den versulzenen Diesel. Gegebenenfalls kommen die Kosten für den Abschleppdienst dazu.

Diesel eingefroren – kann ich den Schaden selbst beheben?

Ist der Dieselkraftstoff eingefroren, gibt es einige Ansätze, wie Sie selbst tätig werden. Leider sind nicht alle Ratschläge, die im Internet kursieren, wirklich eine gute Idee:

Ist Ihr Diesel eingefroren, benötigen Sie einen neuen Dieselfilter. Bestellen Sie ihn bequem online bei Motointegrator.

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