Site icon Motointegrator.at Blog

Sequentielles Getriebe: Funktionsweise, Vorteile und Nachrüstung im Überblick

Sequentielles Getriebe im Auto

© GettyImages / loraks

SMG bei BMW, R Tronic bei Audi oder CUP bei Porsche – das sequentielle Getriebe trägt bei den verschiedenen Herstellern viele Namen. Die Funktionsweise ist jedoch stets dieselbe. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie ein sequentielles Getriebe funktioniert, welche Rolle es im Motorsport spielt und wie es sich nachrüsten lässt.

Wie funktioniert ein sequentielles Getriebe?

Das sequentielle Getriebe ist auch unter der Bezeichnung „Halbautomatik“ bekannt. Es handelt sich um einen Mittelweg zwischen einem normalen Schaltgetriebe und einem Automatikgetriebe. Dabei schalten Sie zwar manuell, haben aber kein Kupplungspedal, das Sie zuvor betätigen müssten.
Die Bezeichnung als sequentielles Getriebe rührt daher, dass Sie bei diesem speziellen Getriebe lediglich Gang für Gang hoch- oder runterschalten können. Es ist also nicht möglich, einzelne Gänge zu überspringen. Wenn Sie ein sequentielles Getriebe kaufen, kommt dieses ohne einen Drehmomentwandler aus. Dies kann sich positiv auf den Kraftstoffverbrauch des Autos auswirken.

Sequentielles Getriebe kaufen: die Vor- und Nachteile im Überblick

Größtes Manko des sequentiellen Getriebes sind die Kosten: Der Preis bei der Anschaffung ist höher als bei manuellen Schaltgetrieben. Und auch die Reparaturkosten bei einem Defekt sind höher. Deshalb wird das Getriebe häufig sofort ohne Reparatur ausgetauscht. Zudem kann es bei der Halbautomatik zu einem Ruckeln beim Schalten kommen. Im Gegenzug bringt das sequentielle Getriebe allerdings auch Vorteile mit sich:

Möchten Sie ein sequentielles Getriebe kaufen, wählen Sie aus mehreren Arten von Halbautomatikgetrieben. Gängig ist etwa das Doppelkupplungsgetriebe. Es überträgt das Moment mittels zweier Kupplungen und Teilgetrieben. Das Vollautomatikgetriebe hingegen nutzt dafür einen hydraulischen Drehmomentwandler. Auch Kegelzug- und Zielkeilgetriebe fallen in die Kategorie der sequentiellen Getriebe.

Das sequentielle Getriebe im Rennsport

Das sequentielle Getriebe wurde ursprünglich vor allem im Rennsport eingesetzt. In den Rennwagen gibt es anstelle eines normalen Schalthebels Schaltwippen, die die Anforderungen des Rennfahrers elektrisch übertragen. Die Halbautomatik hat hier den Vorteil, besonders schnell zu sein. Um noch mehr Geschwindigkeit herauszuholen, nutzen manche Fahrzeuge sogar bis zu drei Kupplungen.
Da die Zahnräder im Halbautomatikgetriebe gerade verzahnt sind, entsteht gegenüber anderen Getriebearten eine deutlich erhöhte Geräuschkulisse. Zudem verschleißen sie dadurch schneller. Rennwagen im Motorsport mit Halbautomatik sind häufig mit einem gesonderten Ölkreislauf ausgestattet. So lässt sich ein konstanter Druck sicherstellen, der für das Schalten erforderlich ist.

Sequentielles Getriebe nachrüsten: Ist das möglich?

Für viele Autofahrer ist das sequentielle Getriebe die perfekte Alternative zur Automatik: Sie können noch immer manuell schalten, müssen dafür aber nicht kuppeln. Mit der Halbautomatik schalten Sie durch simples Antippen des Schalthebels. Im Hintergrund laufen allerdings ähnliche Prozesse wie bei der Vollautomatik ab: Das System entscheidet selbstständig über den perfekten Zeitpunkt für die Schaltung, um den Motor und andere Komponenten zu schonen.
Tatsächlich ist es bei vielen Fahrzeugen möglich, ein sequentielles Getriebe nachzurüsten. Prüfen Sie am besten zunächst mit einem Experten, ob sich die Halbautomatik für das Auto eignet und von welchem Hersteller diese genutzt werden sollte. Den Umbau sollten Sie nur dann selbst vornehmen, wenn Sie über umfangreiche Erfahrung verfügen. Die Nachrüstung eines sequentiellen Getriebes ist sehr zeitaufwendig und erfordert Know-how im Bereich der Getriebetechnik. Sind Sie nicht zu 100 Prozent sicher, wie Sie das System aufbauen wollen, legen Sie die Aufgabe besser in die Hände einer Fachwerkstatt.
Benötigen Sie Getriebeteile für Ihr Auto? Kaufen Sie alles für Ihr sequentielles Getriebe online bei Motointegrator.

Exit mobile version