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Flecken, Löcher, Risse: Autositze reparieren mit Flüssigleder

Flüssigleder für Autositze

© GettyImages / Vesnaandjic

Die Oberfläche abgenutzt, kleine Risse oder Brandlöcher – nach einigen Jahren können Autositze aus Leder unschöne Stellen aufweisen. Doch die Sitze komplett neu beziehen zu lassen, ist ein enormer Kostenfaktor. Dabei gibt es einen wertvollen Geheimtipp der Autositzreparatur: Flüssigleder. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit einem Lederreparaturset einfach und kostengünstig die Optik Ihres Autos aufwerten.

Was ist Flüssigleder?

Bei Flüssigleder handelt es sich um eine Masse, die keinerlei Leder enthält. Seinen Namen trägt das Bindemittel, weil es nach der fachgerechten Anwendung das Aussehen eines Ledersitzes gut imitiert. In der Autoaufbereitung und Lederreparatur kommt Flüssigleder zum Einsatz, um kleinere Risse aufzufüllen und Brüche zu reparieren. Sie entstehen etwa durch mangelnde Pflege oder zu starke Sonneneinstrahlung.

Mit dem Stoff bessern Sie schadhafte Stellen einfach aus. Das Produkt klebt gut, bildet eine Einheit mit dem bestehenden Leder und bleibt auch nach dem Trocknungsvorgang flexibel. So beugen Sie neuen Rissen vor.

Möchten Sie Ledersitze reparieren, können Sie Flüssigleder im Internet, im Baumarkt oder in Drogerien kaufen. Neben Schwarz ist das Produkt auch in anderen Farben wie Weiß oder Braun erhältlich. Da es sich ohnehin um kein Lederprodukt handelt, können Sie damit sowohl Echtleder als auch Kunstleder reparieren.

Mit schwarzem Flüssigleder Sitze reparieren: So geht’s

Damit das Resultat überzeugend wirkt, sollten Sie genau nach Anleitung vorgehen. Beachten Sie unbedingt auch die Hinweise des Herstellers, um ein optimales Ergebnis zu erhalten. Folgen Sie diesen Schritten:

  1. Reinigen Sie zunächst das Leder gründlich. Es gibt Fleckenmittel speziell für Leder, die das Material nicht schädigen. Vermeiden Sie normale Reinigungsmittel. Auch mit Lederseife oder mit Reinigungsbenzin können Sie die Oberfläche reinigen.
  2. Lassen Sie die Fläche trocknen.
  3. Falls Lederfasern abstehen, etwa an leicht ausgefransten Stellen, entfernen Sie diese vorsichtig, am besten mit einem Lederschleifpad.
  4. Tragen Sie das schwarze Flüssigleder gleichmäßig auf. Am einfachsten funktioniert dies mit einem kleinen Spatel oder je nach Größe der zu behandelnden Fläche auch mit einem Schwamm.
  5. Lassen Sie das Flüssigleder trocknen.
  6. Versehen Sie das Flüssigleder mit einer zur restlichen Fläche passenden Prägung oder glätten Sie es.

Das richtige Flüssigleder-Reparaturset: Tipps für die Auswahl

Möchten Sie unschöne Stellen oder kleine Risse im Leder reparieren, benötigen Sie das richtige Produkt. Achten Sie bei der Auswahl von Flüssigleder auf diese Tipps:

Bei Flüssigleder denken Sie vielleicht zuerst an Kunstleder-Reparatursets für Autositze. Tatsächlich können Sie das Produkt für jede Art von Leder im Auto verwenden, etwa am Cockpit.

Wie kann ich einen Riss im Autositz reparieren?

Hat Ihr Autositz einen größeren Riss, wird es mit der Flüssigleder-Reparatur schon schwieriger. Besonders, wenn die Stelle unter Spannung steht, benötigen Sie häufig weitere Hilfsmittel. So können Sie größere Risse zunächst mit einem Stoff hinterlegen und das Leder sogar vorsichtig nähen. Anschließend verbergen Sie die Naht mit Flüssigleder.

Bei einem kleinen Riss kann es reichen, die zwei Teile miteinander zu verkleben und danach wiederum mit Flüssigleder aufzufüllen. Ist das Leder insgesamt bereits spröde, sollten Sie prüfen, ob Sie nicht doch besser das Leder austauschen. Selbst wenn die Lederreparatur gelingt, folgt oft schon bald darauf der nächste Riss.

Am besten ist es jedoch, Schäden am Leder vorzubeugen. Idealerweise pflegen Sie die Autositze regelmäßig mit Wasch- und Reinigungsmitteln fürs Auto sowie Reinigungszubehör – jetzt direkt bei Motointegrator bestellen.

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