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Auslaufsicher und haltbar: Überblick zu modernen AGM-Batterien

Autobatterie isoliert auf weißem Hintergrund

© GettyImages / maksime

Der Wechsel einer Autobatterie kostet schnell einige Hundert Euro. Deshalb gibt es inzwischen Autobatterien, die deutlich mehr Ladezyklen aushalten als klassische Produkte. Die Rede ist von sogenannten AGM-Batterien. Erfahren Sie in diesem Beitrag, wie sie technisch funktionieren, welche Vorteile sie haben und worauf Sie im Hinblick auf die Ladung solcher Batterien achten sollten.

Was ist eine AGM-Batterie?

AGM steht für „Absorbent Glass Mat“. Es handelt sich dabei um ein Batteriegehäuse mit einem Glasvlies im Inneren. Dieses Vlies saugt die erforderliche Säure auf und bindet sie. Die Batterien sind dadurch auslaufsicher und bieten viele weitere Vorteile.

Mithilfe der Poren im Glasvlies der AGM-Batterie findet eine Sauerstoffdiffusion zwischen der positiven und der negativen Platte statt. In der Folge geht Sauerstoff mit Blei eine Verbindung ein. Es entsteht Bleioxid. Dieses wiederum reagiert mit der im Vlies gebundenen Schwefelsäure zu Bleisulfat. Infolge dieses chemischen Prozesses entsteht Wasser. Sobald die Batterie geladen wird, wird der Prozess umgekehrt. Das Bleisulfat nimmt wieder seine reine Form als metallisches Blei ein. Das Wasser geht nicht verloren.

Unter sehr hoher Spannung oder bei sehr hohen Temperaturen kann es zur Bildung eines Überdrucks kommen. Im schlimmsten Fall könnte die Batterie platzen. Deshalb sind AGM-Batterien mit speziellen Sicherheitsventilen ausgestattet, die den Druck ablassen können.

Nassbatterie vs. AGM-Batterie: Lebensdauer im Vergleich

Herkömmliche Nassbatterien sind auf eine Haltbarkeit von etwa vier bis fünf Jahren ausgelegt. Sie schaffen oft nur 200 bis 300, sehr hochwertige Modelle bis zu 400 Ladezyklen.

AGM-Batterien lassen sich deutlich häufiger laden. Durchschnittlich 1000 Ladezyklen sind problemlos drin. Entscheiden Sie sich für ein besonders hochwertiges, teureres Modell, sind auch über 3000 Ladezyklen keine Seltenheit.

Bei Nassbatterien spricht man schon bei einer Entladung von unter 50 Prozent von einer Tiefenentladung. Im schlimmsten Fall lässt sich die Batterie nicht mehr laden und muss ausgetauscht werden. Dagegen halten AGM-Batterien eine größere Entladetiefe aus. Sie können bis zu 80 Prozent entladen werden, ohne dass Schäden zu befürchten sind. Auch dies wirkt sich positiv auf die Lebensdauer einer AGM-Batterie aus.

Ladezustand von AGM-Batterien prüfen: So geht’s

Wird eine Batterie über einen längeren Zeitraum nicht genutzt, entlädt sie sich selbst. Hier macht auch eine AGM-Batterie keine Ausnahme. Um einer schädlichen Tiefenentladung vorzubeugen, sollten Sie sie regelmäßig prüfen und mit einem Ladegerät laden.

Für den Test benötigen Sie ein Multimeter mit einem Messbereich von 20 Volt. Befestigen Sie die Kabel des Multimeters an den Batteriepolen. Wichtig: Haben Sie die Batterie geladen, sollten Sie einige Zeit warten, ehe Sie die Messung vornehmen. Nur dann ist sie aussagekräftig. Der Messwert kann dann eine Aussage über den Ladezustand der AGM-Batterie treffen:

Um eine AGM-Batterie zu laden, benötigen Sie ein spezielles Ladegerät. Empfehlenswert sind vollautomatische Ladegeräte, die eine Ladeschlussspannung zwischen 14,6 und 14,8 Volt erzeugen können. Haben Sie bereits ein Ladegerät zu Hause? Prüfen Sie, ob es einen AGM-Modus hat.

Vorteile von AGM-Batterien

Dank ihres Funktionsprinzips und ihrer Bauweise weisen AGM-Batterien gegenüber herkömmlichen Autobatterien viele Vorteile auf:

AGM-Batterien kommen häufig in Autos mit Start-Stopp-Automatik und Bremsenergie-Rückgewinnungssystemen zum Einsatz. Beide Technologien stellen hohe Anforderungen an die Batterie, die herkömmliche Nassbatterien häufig nicht erfüllen können. Auch Oberklassewagen mit einer Vielzahl elektrischer Systeme und Verbraucher profitieren von der Leistungsfähigkeit der AGM-Batterien.

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